Photovoltaik für Unternehmen: Die eigene PV-Anlage für Ihren Betrieb 2026

Photovoltaik für Unternehmen rechnet sich 2026 vor allem über den Eigenverbrauch: Solarstrom vom eigenen Dach kostet 6 bis 14 Cent je Kilowattstunde, Netzstrom kostet Betriebe je nach Abnahme 14 bis 27 Cent. Eine eigene Solaranlage senkt damit die Energiekosten dauerhaft und macht den Betrieb ein Stück unabhängiger von Energieversorgern und steigenden Energiepreisen. Diese Seite zeigt Unternehmen und Gewerbetreibenden aus Produktion, Logistik, Handel, Landwirtschaft und Gesundheitswesen, was eine eigene PV-Anlage kostet, wie schnell sie sich amortisiert, welche Förderung und Steuervorteile greifen und wie der Weg von der Idee bis zur Inbetriebnahme abläuft — jede Zahl mit Quelle und Stand.

6–14 ct/kWh
Erzeugungskosten Solarstrom vom eigenen Dach (Fraunhofer ISE, 01/2026)
7–12 Jahre
Amortisation je nach Eigenverbrauch und Lastprofil
bis 90 %
Sonder-AfA + IAB in den ersten Jahren (§ 7g EStG)
ab 4,07 %
Effektiver Jahreszins KfW-Kredit 270 (Stand 07/2026)

Was heißt Photovoltaik für Unternehmen

Kurz gesagt: Photovoltaik für Unternehmen bedeutet, den eigenen Strombedarf mit einer PV-Anlage auf Dach, Fassade oder Freifläche selbst zu decken. Der Betrieb verbraucht den Solarstrom direkt vor Ort, speist den Überschuss vergütet ein und ersetzt so teuren Netzstrom durch Erzeugungskosten von 6 bis 14 Cent je Kilowattstunde.

Für ein Unternehmen ist eine Photovoltaikanlage keine reine Klimamaßnahme, sondern eine Investition in die eigene Kostenstruktur. Solarenergie wird damit zur eigenen Energiequelle: Anders als bei Privathaushalten steht nicht die Einspeisevergütung im Vordergrund, sondern der Eigenverbrauch. Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt eine, die der Betrieb sonst zum Gewerbestrompreis einkaufen müsste; nur den Überschuss speist der Betreiber ins Stromnetz ein. Genau diese Differenz macht die PV-Anlage für den eigenen Betrieb wirtschaftlich.

Drei Begriffe strukturieren jede Entscheidung. Der Eigenverbrauch ist der Anteil des Solarstroms, den der Betrieb direkt selbst nutzt — der stärkste Hebel für die Wirtschaftlichkeit. Der Netzbezug ist der Strom, den Sie weiterhin aus dem öffentlichen Netz kaufen. Die installierte Anlagenleistung in Kilowatt-Peak (kWp) beschreibt, wie groß die Solaranlage unter Standardbedingungen ist. Je besser Verbrauch und Erzeugung zeitlich zusammenfallen, desto höher der Eigenverbrauch und desto schneller die Amortisation.

Eine eigene Anlage ist dabei nur eines von drei Betreibermodellen. Wer nicht selbst investieren will, kann die Anlage pachten oder den Solarstrom über ein Contracting-Modell beziehen. Den Vergleich dieser drei Wege behandelt der Abschnitt Kauf, Pacht oder Contracting. Die technische Ausführung auf dem Gewerbedach vertieft unsere Seite zu PV-Dachanlagen für Gewerbe.

Wie rechnet sich Solarstrom im Betrieb?

Kurz gesagt: Die Rechnung ergibt sich aus drei Größen: dem ersetzten Strompreis (Netzbezug minus Erzeugungskosten), der Eigenverbrauchsquote und den Steuervorteilen nach § 7g EStG. Realistisch sind 8 bis 15 Cent Ersparnis je selbst verbrauchter Kilowattstunde. Ein Batteriespeicher hebt den Eigenverbrauch zusätzlich an.

Der wichtigste Satz zur Wirtschaftlichkeit lautet: Eine PV-Anlage für Unternehmen verdient ihr Geld nicht mit dem, was sie einspeist, sondern mit dem, was sie ersetzt. Solarstrom vom eigenen Dach kostet nach Fraunhofer ISE 6 bis 14 Cent je Kilowattstunde über die Laufzeit. Netzstrom kostet Betriebe deutlich mehr — je nach Abnahmemenge und Steuerstatus zwischen 14 und 27 Cent. Die Lücke dazwischen ist der Gewinn pro selbst verbrauchter Kilowattstunde.

Diese Erzeugungskosten sind kein Angebotspreis, sondern die Stromgestehungskosten über 20 bis 25 Jahre — Investition, Betrieb und Wartung eingerechnet. Weil der Gewerbestrompreis strukturell steigt, während die Kosten für PV-Anlagen weiter fallen, wird der Abstand über die Laufzeit tendenziell größer, nicht kleiner — ein Trend, der die Einsparpotenziale mit jedem Jahr steigender Energiepreise vergrößert. Das ist der Kern, warum sich eine eigene Anlage für den Betrieb rechnet.

Stromkosten im Vergleich: Netzbezug gegen eigene PV-Anlage (Stand 01/2026)
BezugsartPreis je kWhEinordnung
Kleingewerbe, Netzbezug bruttoca. 27 ctkleine Abnahmemengen, mit Steuern und Abgaben
KMU / Produktion, Netzbezug netto18–24 ctmittlere Abnahme, Regelbesteuerung
Industrie Mittelspannung, netto14–18 ctgroße Abnahme; kleine/mittlere Industrie 16,7 ct/kWh (BDEW 04/2026)
Eigene PV-Anlage, Erzeugungskosten6–14 ctStromgestehungskosten über die Laufzeit (Gewerbedach 5,7–12,0 ct, Fraunhofer ISE)
Quellen: BDEW Strompreisanalyse 2026 (Gewerbe- und Industriestrompreise); Fraunhofer ISE, Stromgestehungskosten. Netzbezug brutto/netto je nach Abnahmemenge und Steuerstatus.

Ein Rechenbeispiel macht die Größenordnung greifbar: Eine 130-kWp-Dachanlage (Investition rund 120.000 Euro netto) erzeugt an einem mitteldeutschen Standort etwa 125.000 Kilowattstunden im Jahr. Nutzt der Betrieb davon 60 Prozent selbst und spart dabei rund 12 Cent je Kilowattstunde, ergibt das etwa 9.000 Euro jährliche Einsparung allein aus dem Eigenverbrauch — vor Einspeiseerlös und vor Steuereffekt. Über die Laufzeit summiert sich das auf ein Vielfaches der Investition. Diese Beispielrechnung ersetzt keine individuelle Auslegung auf Basis Ihres echten Lastprofils.

Was kostet eine gewerbliche PV-Anlage?

Kurz gesagt: Schlüsselfertige Gewerbeanlagen kosten 2026 rund 700 bis 1.300 Euro je Kilowatt-Peak, im Schnitt etwa 1.015 Euro — historischer Tiefstand. Als Faustregel gilt: 1,3 kWp je 1.000 kWh Jahresverbrauch und etwa 5 bis 6 Quadratmeter Dachfläche je kWp. Größere Anlagen sind je kWp günstiger.

Die Investitionskosten für Photovoltaik sind so niedrig wie nie. Für schlüsselfertige Dachanlagen von 30 bis 100 kWp nennt Fraunhofer ISE 800 bis 1.300 Euro je Kilowatt-Peak netto, für größere Dach- und Industrieanlagen von 100 bis 500 kWp 700 bis 1.100 Euro. Über alle Segmente liegt der Durchschnitt bei rund 1.015 Euro je kWp. Enthalten sind Module, Wechselrichter, Unterkonstruktion, Montage, Netzanschluss und Planung. Der Grund für den Preisverfall sind Skaleneffekte und stark gesunkene Modulpreise.

Die passende Anlagengröße ergibt sich aus dem Jahresstromverbrauch, dem Lastprofil und der nutzbaren Dachfläche. Als grobe Orientierung gilt eine Auslegung von rund 1,3 kWp je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch, ausgerichtet auf einen hohen Eigenverbrauch statt auf maximale Einspeisung.

Dimensionierung und Investition nach Jahresstromverbrauch (Orientierung)
JahresverbrauchEmpfohlene LeistungDachfläche (ca.)Investition netto (ca.)
50.000 kWh~65 kWp~350 m²~70.000 €
100.000 kWh~130 kWp~700 m²~120.000 €
250.000 kWh~325 kWp~1.750 m²~290.000 €
500.000 kWh~650 kWp~3.500 m²~560.000 €
1.000.000 kWh~1.000–1.300 kWp~6.500 m²~1,0 Mio. €
Orientierungswerte (Logic Energy Modellrechnung 2026). Ab 1 MWp greift die Ausschreibungspflicht für die Einspeisung (§ 22 EEG 2023). Kostenbasis: Fraunhofer ISE / BSW Solar, Q1 2026.

Zu den Investitionskosten kommen laufende Betriebskosten für Wartung, Versicherung, Monitoring und Zählermiete — bei Dachanlagen üblicherweise 1 bis 2 Prozent der Investition pro Jahr. Diese Kosten sind in den genannten Erzeugungskosten von 6 bis 14 Cent bereits berücksichtigt. Wer den Eigenverbrauch mit einem Batteriespeicher anheben will, rechnet den Speicher separat. Wer statt des Dachs große Bodenflächen bebauen möchte, findet die Kennzahlen zur Freiflächen-Photovoltaik auf unserer gesonderten Seite zu Freiflächenanlagen.

Amortisation und Rendite

Kurz gesagt: Bei mindestens 50 Prozent Eigenverbrauch amortisiert sich eine gewerbliche PV-Anlage in rund 7 bis 12 Jahren, je nach Lastprofil und Strompreis. Danach produziert sie 10 bis 15 Jahre nahezu kostenlosen Strom. Die Steuervorteile nach § 7g EStG verkürzen die Amortisation in den ersten Jahren zusätzlich.

Die Amortisationszeit ist die Zeitspanne, bis die eingesparten Stromkosten und Einspeiseerlöse die Investition gedeckt haben. Drei Faktoren bestimmen sie: die Eigenverbrauchsquote, der ersetzte Strompreis und die genutzten Steuerhebel. Je höher der Eigenverbrauch, desto kürzer die Amortisation — deshalb lohnt sich die Auslegung auf den tatsächlichen Energiebedarf und das Lastprofil mehr als auf die maximale Anlagengröße.

Als Faustregel: Bei sehr hohem Eigenverbrauch von 70 bis 80 Prozent verkürzt sich die Amortisation auf rund sechs bis acht Jahre, bei 40 bis 60 Prozent liegt sie bei neun bis zwölf Jahren, bei überwiegender Einspeisung darüber. Deckt eine Anlage bei 60 Prozent Eigenverbrauch einen erheblichen Teil des Tagstrombedarfs und spart 10 bis 15 Cent je Kilowattstunde, liegt sie typischerweise bei acht bis zehn Jahren. Bei 25 bis 30 Jahren Nutzungsdauer bleiben danach 15 bis 20 Jahre, in denen der Solarstrom praktisch nur noch Wartung kostet.

‍ ‍

Wer die Anlage nicht selbst betreiben, sondern als Kapitalanlage in Photovoltaik investieren möchte, findet das Ertragsbeteiligungsmodell der Firmengruppe Helm über die persönlich haftende mediplan Helm e.K. Die Rendite-Perspektive als Assetklasse ordnet unser Beitrag zu Photovoltaik in der Industrie ein.

Was spart Ihr Betrieb konkret?

Wir rechnen Ihren Standort mit den Zahlen dieser Seite durch — auf Basis Ihres echten Lastprofils, nicht mit Pauschalwerten. Erzeugungskosten, Eigenverbrauch, Amortisation und Steuereffekt. Kostenlos und unverbindlich.

Wirtschaftlichkeit prüfen lassen

Wer profitiert am stärksten?

Kurz gesagt: Am stärksten profitieren Betriebe mit hohem Tagstromverbrauch, der zeitlich zur Sonne passt — Produktion, Kühlung, Maschinen, Klimatisierung. Je besser Verbrauch und Erzeugung zusammenfallen, desto höher die Eigenverbrauchsquote. Ein Batteriespeicher hebt sie in fast allen Branchen um 15 bis 25 Prozentpunkte an.

Ob sich Photovoltaik für ein Unternehmen besonders lohnt, entscheidet das Lastprofil — also die Frage, wann im Tagesverlauf Strom gebraucht wird. Ein Betrieb, der tagsüber produziert, kühlt oder klimatisiert, nutzt einen großen Teil des Solarstroms direkt selbst. Ein Betrieb mit Verbrauchsspitzen am Abend braucht einen Speicher, um denselben Effekt zu erreichen. Wer zusätzlich E-Fahrzeuge im Fuhrpark lädt, verlagert weiteren Stromverbrauch in die sonnenreichen Mittagsstunden und hebt den Eigenverbrauch zusätzlich an. Die folgende Übersicht zeigt typische Größenordnungen nach Branche.

Eigenverbrauch nach Branche — typische Größen und Quoten
BrancheTypische GrößeOhne SpeicherMit Speicher
Produktion & Industrie200–800 kWp55–70 %75–85 %
Logistik & Lager300–1.000 kWp40–60 %65–80 %
Handel & Handwerk50–200 kWp45–65 %70–80 %
Land- & Milchwirtschaft100–500 kWp50–70 %75–85 %
Hotels, Kliniken & Pflege100–400 kWp35–50 %60–75 %
Orientierungswerte nach Lastprofil. Quelle: Firmengruppe Helm, Portfoliodaten 2024. Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch deutlich an.

Wann sich die Anlage besonders schnell rechnet

Drei Merkmale zeigen an, dass ein Betrieb ein idealer Kandidat für eine eigene PV-Anlage ist. Die folgende Einordnung ist keine feste Regel, sondern ein Raster für die erste Einschätzung — die verbindliche Prüfung erfolgt immer über das echte Lastprofil.

Gut geeignet

  • hoher Tagstromverbrauch
  • große, wenig verschattete Dachfläche
  • Gewerbestrompreis über 18 ct/kWh
  • stabile Firmenbonität

Ideal

  • durchlaufende Produktion oder Kühlung
  • Verbrauch über 100.000 kWh im Jahr
  • Eigenverbrauch über 60 Prozent
  • steuerpflichtiger Gewinn für § 7g

Erst prüfen

  • Verbrauch fast nur nachts
  • Dach vor Sanierung oder nicht tragfähig
  • kurze Restmietdauer des Gebäudes
  • sehr niedriger Strompreis

Förderung und Finanzierung: KfW 270 und EEG

Kurz gesagt: Die zentrale Förderung ist der KfW-Kredit 270 „Erneuerbare Energien – Standard": ab 4,07 Prozent effektivem Jahreszins, bis 100 Prozent der Investition, bis 150 Millionen Euro und bis zu 30 Jahre Laufzeit (Stand 07/2026). Der eingespeiste Überschuss wird zusätzlich über die EEG-Vergütung 2026 honoriert.

Photovoltaik für Unternehmen wird 2026 nicht über Zuschüsse gefördert, sondern über zinsgünstige Kredite und Steuervorteile. Der wichtigste Baustein ist der bundesweite KfW-Förderkredit 270. Er finanziert Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung samt Netzen und Speichern, steht Unternehmen, Privatpersonen und öffentlichen Einrichtungen offen und ist ausdrücklich für Vorhaben mit EEG-Einspeisung geeignet.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz als Grundlage der Einspeisung

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist seit dem Jahr 2000 der Motor für den Ausbau erneuerbarer Energien und spielt für die Energiewende die zentrale Rolle. Es regelt, wie der ins Netz eingespeiste Solarstrom vergütet wird. Für Anlagen bis 100 kWp gilt die feste Einspeisevergütung nach § 48 EEG 2023, darüber die verpflichtende Direktvermarktung mit gleitender Marktprämie. Maßgeblich für die Höhe ist der Zeitpunkt der Inbetriebnahme; die Bundesnetzagentur veröffentlicht die Sätze halbjährlich. Die vollständigen Werte über alle Anlagenklassen erklärt unser Leitfaden zur EEG-Vergütung 2026.

Förder- und Vergütungsbausteine für Gewerbe-PV (Stand 31. Juli 2026)
BausteinKernkonditionRechtsgrundlage / Quelle
KfW-Kredit 270ab 4,07 % eff. Jahreszins, bis 100 % der Investition, max. 150 Mio. €, bis 30 JahreKfW-Programm „Erneuerbare Energien – Standard"
EEG-Einspeisung 10–40 kWp6,66 ct/kWh (Teileinspeisung), gültig ab 01.08.2026§ 48 EEG 2023 / BNetzA
EEG-Einspeisung 40–100 kWp5,45 ct/kWh (Teileinspeisung), gültig ab 01.08.2026§ 48 EEG 2023 / BNetzA
Direktvermarktung ab 100 kWpPflicht; Marktprämie auf den anzulegenden Wert§ 21, § 21b EEG 2023
Investitionsabzugsbetrag (IAB)bis 50 % vorab, Gewinn ≤ 200.000 €§ 7g Abs. 1 EStG
Sonderabschreibung40 % der Anschaffungskosten§ 7g Abs. 5 EStG
EEG-Sätze gelten für Inbetriebnahme ab 01.08.2026; sie liegen durch die halbjährliche Degression rund 1 % unter den bis 31.07.2026 gültigen Werten. Nächste Degression 01.02.2027. Zinssatz KfW 270 tagesaktuell, Stand 31.07.2026.

Finanzierung: vier Wege mit unterschiedlicher Steuerwirkung

Für die Finanzierung gibt es mehrere Möglichkeiten; typisch ist ein Mix aus 20 bis 30 Prozent Eigenkapital und 70 bis 80 Prozent Fremdkapital. Die Wahl der Finanzierung wirkt sich direkt auf die nutzbaren Steuervorteile aus, weil § 7g EStG voraussetzt, dass der Betrieb wirtschaftlicher Eigentümer der Anlage wird. Bei Kauf über die Hausbank oder KfW 270 bleibt der volle Steuerhebel erhalten. Beim Leasing liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber — § 7g entfällt dann. Der Mietkauf führt dagegen ins wirtschaftliche Eigentum über und erhält den Steuervorteil.

Der KfW-Antrag läuft immer über die Hausbank und muss zwingend vor Vorhabenbeginn gestellt werden. Der genaue Zinssatz richtet sich nach Bonität, Besicherung und Laufzeit. Neben dem Bundesprogramm legen einzelne Bundesländer eigene Zuschuss- oder Kreditprogramme für gewerbliche PV auf; deren Verfügbarkeit und Höhe ändern sich häufig und sind vor der Antragstellung standortbezogen zu prüfen. Wie sich Eigenkapital, Kredit und Leasing im Detail unterscheiden, ordnet unser Beitrag zum Photovoltaik-Contracting ein, der die anbieterfinanzierten Modelle behandelt.

Steuerhebel: IAB, Sonder-AfA und AfA

Kurz gesagt: Eine gewerbliche Eigenverbrauchsanlage über 30 kWp ist steuerpflichtig — und genau dort entstehen die Vorteile. Investitionsabzugsbetrag (bis 50 %), Sonderabschreibung (40 %) und lineare oder degressive AfA lassen sich kombinieren und senken die Ertragsteuer in den ersten Jahren erheblich.

Beim Thema Photovoltaik und Steuer gelten für kleine und große Anlagen unterschiedliche Regeln. Anlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit sind nach § 3 Nr. 72 EStG einkommensteuerfrei und beim Kauf mit dem Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG begünstigt. Eine gewerbliche PV-Anlage für den betrieblichen Eigenverbrauch liegt jedoch meist deutlich über dieser Grenze — sie fällt in die Regelbesteuerung. Das klingt zunächst nach Nachteil, eröffnet aber die eigentlichen Hebel: Weil die Anlage steuerpflichtig ist, lassen sich ihre Anschaffungskosten gezielt abschreiben.

Steuerinstrumente für die eigene PV-Anlage (Überblick, keine Einzelfallprüfung)
InstrumentHöheRechtsgrundlageVoraussetzung
Investitionsabzugsbetrag (IAB)bis 50 % vorab§ 7g Abs. 1 EStGGewinn ≤ 200.000 €; max. 200.000 € Summenbetrag
Sonderabschreibung40 %§ 7g Abs. 5 EStGAnschaffung ab 01.01.2024 (Wachstumschancengesetz)
Lineare AfA5 % p.a.§ 7 EStG / AfA-TabelleNutzungsdauer 20 Jahre
Degressive AfA (alternativ)statt linearInvestitionssofortprogrammAnschaffung 01.07.2025–31.12.2027
Quellen: gesetze-im-internet.de (§ 7g, § 7 EStG); BMF-Schreiben. Zur IAB-Reichweite bei PV mit Einspeisung sind Verfahren beim BFH anhängig (III R 39/25, III B 24/24). Individuelle Anwendbarkeit vom Steuerberater prüfen lassen.

Kombiniert entlasten diese Instrumente die ersten Jahre spürbar. Bei einer Anlage über 100.000 Euro und einem hohen Grenzsteuersatz kann die Steuerersparnis in den ersten zwei Jahren einen fünfstelligen Betrag erreichen — die genaue Höhe hängt von Rechtsform, Gewinnsituation und Finanzierung ab. Wichtig ist die 90-Prozent-Mindestnutzung: Für IAB und Sonderabschreibung setzt das Gesetz eine nahezu ausschließlich betriebliche Verwendung des Wirtschaftsguts voraus. Bei PV-Anlagen mit Einspeisung ist die Reichweite dieser Regel strittig; dazu laufen Verfahren beim Bundesfinanzhof. Die vollständige Rechnung zeigt unser Beitrag zu Photovoltaik und Steuern. Alle Angaben ersetzen keine Steuerberatung.

Der Weg zur eigenen Anlage in sechs Schritten

Kurz gesagt: Von der ersten Anfrage bis zur Inbetriebnahme vergehen rund vier bis neun Monate. Logic Energy übernimmt jeden Schritt — von der Lastprofilanalyse über Netzanschluss und Bau bis zur Anmeldung im Marktstammdatenregister. Der Betrieb erhält eine schlüsselfertige Anlage und ab Tag eins ein Ertragsmonitoring.
1

Lastprofil & Dachcheck

Verbrauch und Dachstatik · 1–2 Wochen

2

Auslegung & Prognose

kWp und Wirtschaftlichkeit · 2–3 Wochen

3

Angebot & Finanzierung

Kauf, KfW oder Leasing · 2–4 Wochen

4

Netzanschluss

ab 135 kW Mittelspannung · 2–6 Monate

5

Errichtung DC/AC

Montage durch Logic Glas · 4–10 Wochen

6

Inbetriebnahme

Abnahme und MaStR-Anmeldung · 1–2 Wochen

Der Eintrag ins Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur muss binnen eines Monats erfolgen (§ 5 MaStRV) und ist Voraussetzung für jede Vergütung. Ab 100 kWp entfällt die feste Einspeisevergütung; die Anlage geht in die Direktvermarktung (§ 21 in Verbindung mit § 21b EEG 2023). Die Vergütung des eingespeisten Überschusses richtet sich nach den aktuellen Sätzen; alle Werte über alle Anlagenklassen erklärt unser Leitfaden zur EEG-Vergütung 2026. Weil Planung, Bau und Betrieb bei Logic Energy in einer Gruppe liegen, entfällt das Schnittstellenrisiko zwischen mehreren Gewerken.

Kauf, Pacht oder Contracting?

Kurz gesagt: Beim Kauf gehört die Anlage dem Betrieb — maximaler Spareffekt und voller Steuerhebel, aber Investition und Betreiberpflichten liegen beim Unternehmen. Bei Pacht oder Contracting übernimmt ein Dritter Investition und Betrieb; der Betrieb zahlt eine Pacht- oder Strompreis-Rate ohne Kapitalbindung, verzichtet dafür auf § 7g.
Kauf, Pacht und Contracting im Vergleich
MerkmalKauf (Eigeninvestition)Pacht / LeasingContracting / PPA
Investition durch den Betriebja, vollkeine (Rate)keine
Strompreis-Vorteilmaximal (Erzeugungskosten)mittel (Pachtrate)fester Liefer-/PPA-Preis
Steuervorteil § 7g EStGvoll nutzbarnicht nutzbarnicht nutzbar
Betreiberpflichtenbeim Betriebmeist beim Verpächterbeim Anbieter
Kapitalbindunghochkeinekeine
Eigentum am LaufzeitendeBetriebje nach VertragAnbieter (oft mit Kaufoption)
Vereinfachte Gegenüberstellung. Die konkrete Ausgestaltung — besonders Eigentum, Kaufoption und Steuerwirkung — ist vertragsabhängig und individuell zu prüfen.

Welches Modell passt, hängt von Liquidität, Steuersituation und Risikobereitschaft ab. Betriebe mit steuerpflichtigem Gewinn und ausreichend Eigenkapital fahren mit dem Kauf am besten, weil sie Spareffekt und Steuerhebel voll ausschöpfen. Wer ohne Kapitaleinsatz starten will, findet in Contracting und Pacht den passenden Weg — ausführlich behandelt in unserem Beitrag zum Photovoltaik-Contracting und auf unserer Seite zu Solarstrom ohne Eigenkapital.

Drei Modelle stehen zur Wahl. Beim Kauf investiert der Betrieb selbst, wird Eigentümer und nutzt alle Vorteile: niedrigste Stromkosten über die Erzeugungskosten, § 7g-Steuerhebel und die Wertsteigerung der Immobilie. Dafür trägt er Investition, Finanzierung und Betreiberpflichten.

Bei der Pacht (Anlagenpacht oder Leasing) stellt ein Dritter die Anlage, der Betrieb zahlt eine feste Rate und nutzt den Strom. Das schont die Liquidität, verlagert das wirtschaftliche Eigentum aber zum Verpächter — die Sonderabschreibung nach § 7g entfällt. Beim Contracting baut und betreibt ein Anbieter die Anlage und liefert den Solarstrom zum vereinbarten Preis; der Betrieb investiert nicht und trägt keine Betreiberpflichten.

Warum Logic Energy

Alles aus einer Hand

Planung, Genehmigung, Bau (Logic Glas GmbH), Betrieb und Wartung in einer Gruppe — kein Schnittstellenrisiko.

Rechnung statt Pauschale

Wirtschaftlichkeitsprognose auf Basis Ihrer echten Verbrauchsdaten und Ihres Lastprofils — keine Standardwerte von der Stange.

Persönliche Inhaberhaftung

Partner für Investitions- und Ertragsmodelle ist die mediplan Helm e.K. — persönliche Haftung nach §§ 1, 17, 19 HGB.

Über 40 Jahre Erfahrung

Logic Energy ist die PV-Marke der Logic Glas GmbH in der seit 1982 bestehenden Firmengruppe Helm.

Eigene PV-Anlage für Ihren Betrieb — jetzt durchrechnen

Sie wollen wissen, was eine Anlage auf Ihrem Dach spart und wie schnell sie sich amortisiert? Wir prüfen Ihr Lastprofil, legen die Anlage aus und zeigen konkret Erzeugungskosten, Eigenverbrauch, Amortisation und Steuereffekt.

Erstberatung vereinbarenZum Industrie-Leitfaden

Bei Logic Energy kommt die gesamte Wertschöpfung aus einer Gruppe: Planung, Genehmigung, Netzanschluss, Generalunternehmer-Bau durch die Logic Glas GmbH, Inbetriebnahme, Wartung und Monitoring. Diese Integrationstiefe senkt das Risiko über die gesamte Laufzeit und macht den Ertrag kalkulierbar. Hochwertige N-Type-Module degradieren mit rund 0,25 bis 0,4 Prozent pro Jahr — unter dem Branchenmedian von etwa 0,5 Prozent (NREL). Für nicht tragfähige Industriedächer steht ein eigenes Dach-Überbrückungssystem zur Verfügung.

Photovoltaikanlagen für Unternehmen senken den CO2-Ausstoß, verbessern das Unternehmensimage und stärken die Nachhaltigkeitsbilanz des Betriebs. Emissionsfreie Stromerzeugung vor Ort schont die Umwelt, überzeugt Kunden, Banken und Lieferkettenpartner und wird zunehmend Teil der Unternehmensstrategie. So verbindet die Investition Klimaschutz mit Wettbewerbsfähigkeit — für Betriebe, die nachhaltiger wirtschaften und beim Energiebezug unabhängiger handeln wollen, ist sie eine strategische Chance.

Unverbindliche Erstberatung Anfragen

FAQ

Ab welcher Größe lohnt sich Photovoltaik für ein Unternehmen?

Wirtschaftlich wird es meist ab einem Jahresverbrauch von rund 50.000 Kilowattstunden und einer Anlage ab etwa 50 kWp. Entscheidend ist weniger die Größe als der Eigenverbrauch: Je mehr Solarstrom der Betrieb direkt selbst nutzt, desto schneller amortisiert sich die Anlage.

Wie schnell amortisiert sich eine gewerbliche PV-Anlage?

Bei mindestens 50 Prozent Eigenverbrauch liegt die Amortisation je nach Lastprofil und Strompreis bei rund 7 bis 12 Jahren. Die Steuervorteile nach § 7g EStG verkürzen sie in den ersten Jahren zusätzlich. Bei 25 bis 30 Jahren Nutzungsdauer folgen danach viele Jahre günstiger Strom.

Was kostet eine PV-Anlage für den eigenen Betrieb?

Schlüsselfertige Gewerbeanlagen kosten 2026 rund 700 bis 1.300 Euro je Kilowatt-Peak, im Schnitt etwa 1.015 Euro. Eine 130-kWp-Anlage liegt damit bei rund 120.000 Euro netto. Größere Anlagen sind je Kilowatt-Peak günstiger (Fraunhofer ISE, Q1 2026).

Welche Förderung gibt es für Photovoltaik für Unternehmen?

Zentral ist der KfW-Kredit 270 „Erneuerbare Energien – Standard": ab 4,07 Prozent effektivem Jahreszins, bis 100 Prozent der Investition und bis 30 Jahre Laufzeit (Stand 07/2026). Dazu kommen die EEG-Vergütung für den Überschuss und die Steuerhebel nach § 7g EStG.

Kann ich den Investitionsabzugsbetrag für die Anlage nutzen?

Bei einer steuerpflichtigen gewerblichen Eigenverbrauchsanlage ja: bis zu 50 Prozent der geplanten Kosten vorab nach § 7g Abs. 1 EStG, sofern der Gewinn 200.000 Euro nicht übersteigt. Voraussetzung ist die nahezu ausschließliche betriebliche Nutzung; die Reichweite bei Einspeisung prüft aktuell der BFH.

Lohnt sich Kauf, Pacht oder Contracting?

Der Kauf bringt den maximalen Spareffekt und den vollen Steuerhebel, bindet aber Kapital. Pacht und Contracting starten ohne Investition, verzichten dafür auf § 7g. Betriebe mit steuerpflichtigem Gewinn und Eigenkapital fahren meist mit dem Kauf am besten.

Quellen und Rechtsgrundlagen

Wichtiger Hinweis: Die Angaben auf dieser Seite sind allgemeine Informationen zu Photovoltaik für Unternehmen und stellen keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Kosten-, Ertrags- und Amortisationsangaben sind Marktrichtwerte und Beispielrechnungen aus realen Projekten der Firmengruppe Helm — keine Garantie für künftige Ergebnisse. Steuerliche Gestaltungen nach § 7g EStG sind an individuelle Voraussetzungen gebunden; zur IAB-Reichweite bei Einspeisung laufen Verfahren beim BFH (III R 39/25, III B 24/24). EEG-Sätze gelten für Inbetriebnahme ab 01.08.2026 (–1 % Degression); nächste Anpassung 01.02.2027. Der KfW-Zinssatz ist tagesaktuell. Jede Investitionsentscheidung gehört individuell mit einem zugelassenen Berater geprüft. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 31. Juli 2026.