Was ist Agri-PV? Der Leitfaden 2026 zu Technik, Förderung und Wirtschaftlichkeit
Agri-PV verbindet Landwirtschaft und Solarstrom auf derselben Fläche. Dieser Leitfaden erklärt B2B-Entscheidern und Investoren, wie Agri-Photovoltaik nach DIN SPEC 91434 definiert ist, welche Bauformen es gibt, wie die EEG-Vergütung 2026 aussieht, was eine Agri-PV-Anlage kostet und welche Rendite realistisch ist — jede Zahl mit Primärquelle und Stand.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Agri-PV und die Flächeneffizienz
- Definition nach DIN SPEC 91434
- Bauformen und Agri-PV-Technologien
- EEG-Vergütung 2026 und Ausschreibungen
- Baurecht, Flächenstatus und Steuer
- Kosten, Pacht und Rendite
- Kompatible Kulturen
- Sieben Synergien für die Landwirtschaft
- Marktpotenzial und Referenzanlagen
- Internationaler Vergleich
- Ausblick 2026 bis 2030
- Warum Logic Energy
- Häufige Fragen
- Quellen und Rechtsgrundlagen
Was ist Agri-PV und warum steigt die Flächeneffizienz auf über 160 Prozent?
Der Land Equivalent Ratio (LER) beschreibt, wie viel Fläche man in getrennter Nutzung bräuchte, um denselben Gesamtertrag aus Strom und Ernte zu erzielen. Werte über 100 Prozent bedeuten einen Flächengewinn durch die Kombination. Fraunhofer ISE beziffert den LER seiner Referenzanlagen auf 1,6 bis 1,86 (Fraunhofer ISE, Leitfaden Agri-Photovoltaik). Diese Doppelernte aus Solarstrom und Feldfrucht steigert die Flächennutzung deutlich, ohne die Landwirtschaft zu verdrängen.
Der Vorteil wächst in Trockenjahren: Die Teilverschattung senkt die Verdunstung am Boden und mindert Hitzestress der Pflanzen. In Heggelbach lag der Kartoffelertrag 2018 um 11 Prozent über der Freilandreferenz (Trommsdorff et al. 2021). Damit adressiert Agri-PV die Flächenkonkurrenz zwischen Energie und Ernährung, die reine Freiflächen-Photovoltaikanlagen auslösen.
Sind Sie bereit für Ihre Agri-PV-Anlage?
Definition und rechtlicher Rahmen nach DIN SPEC 91434
Die DIN SPEC 91434 legt die Mindestanforderungen an die landwirtschaftliche Hauptnutzung fest — die Nahrungsmittelproduktion hat dabei Vorrang vor der Solarstromerzeugung. Der zentrale Unterschied zur klassischen Freiflächen-Photovoltaik ist der Flächenstatus: Bei Agri-PV bleibt die Fläche land- oder forstwirtschaftliches Vermögen und wird nach Grundsteuer A veranlagt; eine reine Freiflächenanlage wandelt sie in Grundvermögen mit Grundsteuer B (Ländererlasse vom 15.07.2022). Auch GAP-Direktzahlungen bleiben möglich, sofern die Fläche weiter mit üblichen landwirtschaftlichen Methoden und Maschinen bearbeitet werden kann und die Anlage die landwirtschaftlich nutzbare Fläche um höchstens 15 Prozent verringert (§ 12 Abs. 4 Nr. 6, Abs. 5 GAP-Direktzahlungen-Verordnung). Seit 2024 ergänzt die DIN SPEC 91492:2024-06 die Norm um Anforderungen an die Nutztierhaltung unter Agri-PV.
| Kriterium | Agri-PV (Kat. I / Kat. II) | Freiflächen-PV |
|---|---|---|
| Landwirtschaftliche Nutzung | Hauptnutzung, Referenzertrag ≥ 66 % | Fläche entzogen, reine Stromproduktion |
| Max. Flächenverlust | 10 % (Kat. I) / 15 % (Kat. II) | nicht anwendbar |
| Flächenstatus | Ackerland / Dauergrünland bleibt | Sonderbaufläche |
| Grundsteuer | Grundsteuer A | Grundsteuer B |
| GAP-Direktzahlungen | ja, bei max. 15 % Flächenverlust | nein |
| Baurecht Außenbereich | privilegiert bis 2,5 ha Grundfläche, hofnah (Nr. 9) | Bebauungsplan; privilegiert nur bis 200 m längs Autobahnen und zweigleisiger Schienenwege des übergeordneten Netzes (Nr. 8 lit. b) |
| Quellen: DIN SPEC 91434:2021-05; Ländererlasse 15.07.2022 (BStBl I 2022, 1226); § 12 GAPDZV; § 35 Abs. 1 Nr. 8 lit. b und Nr. 9 BauGB. | ||
Welche Bauformen und Agri-PV-Technologien es gibt
Hoch aufgeständerte Agri-PV-Systeme stehen mit mindestens 2,10 Metern lichter Höhe über der Kultur, sodass auch große landwirtschaftliche Maschinen darunter arbeiten. Sie eignen sich für Dauerkulturen wie Obst, Beeren, Wein und Hopfen und bieten diesen zugleich Schutz vor Hagel, Frost und starker Sonne. Lichtdurchlässige oder semitransparente PV-Module steuern gezielt, wie viel Licht die Kultur erhält.
Nachgeführte Systeme (Tracker) optimieren die Solarstromproduktion, indem sie die PV-Module dem Sonnenstand folgen lassen; das steigert Ertrag und Marktwert, verursacht aber Mehrkosten. Für lichthungrige Kulturen wie Getreide sind Agri-PV-Systeme mit größeren Modulabständen nötig. Vertikale Agri-PV nach dem Next2Sun-Prinzip stellt bifaziale PV-Module senkrecht in Reihen und erzeugt ihren PV-Strom bevorzugt morgens und abends, was das Einspeiseprofil glättet.
| Bauform | Kategorie | Leistung/ha | Typische Kultur |
|---|---|---|---|
| Hoch aufgeständert | I (≥ 2,10 m) | 500–800 kWp | Obst, Beeren, Wein, Hopfen, Ackerbau |
| Bodennah, inkl. vertikal bifazial (Next2Sun) | II | 250–430 kWp | Grünland, Ackerbau, Beweidung |
| Quelle: Fraunhofer ISE, Leitfaden Agri-Photovoltaik, 4. Aufl., Juni 2025, S. 56; Kategorien nach DIN SPEC 91434. Für nachgeführte Systeme und lichtdurchlässige Module weist Fraunhofer ISE keine eigene Leistungsdichte aus. | |||
EEG-Vergütung 2026 und BNetzA-Ausschreibungen für Agri-PV
Agri-PV ist im EEG 2023 als „besondere Solaranlage" nach § 48 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 verankert (Ackerbau, Dauerkulturen, Dauergrünland). Für Anlagen bis 1 MW gilt der gesetzlich bestimmte anzulegende Wert von 6,59 ct/kWh; er ist die Berechnungsgrundlage der Marktprämie in der Direktvermarktung. Die feste Einspeisevergütung von 6,19 ct/kWh steht nur Anlagen bis 100 kW zu (§ 48 Abs. 1, § 49, § 21 Abs. 1 Nr. 1, § 53 Abs. 1 EEG 2023). Die Werte gelten für Inbetriebnahme vom 01.08.2026 bis 31.12.2026 (Bundesnetzagentur, Stand 21.09.2026); für Inbetriebnahmen ab 1. Januar 2027 sind noch keine Sätze publiziert, die Nachfolgeregelung steht in parlamentarischer Beratung.
Größere Agri-PV-Anlagen laufen über die Ausschreibung des ersten Segments. Die Sonderregeln des Solarpakets I – eigener Höchstwert für besondere Solaranlagen (§ 37b Abs. 2 EEG 2023), eigenes Untersegment mit 1.200 MW für 2026 (§ 37d EEG 2023) und der Bonus auf den gesetzlich bestimmten Wert (§ 48 Abs. 1b EEG 2023) – dürfen erst nach der EU-beihilferechtlichen Genehmigung angewandt werden (§ 101 Abs. 1 EEG 2023); diese ist bislang nicht erteilt (Bundesnetzagentur, Stand 21.09.2026). Beim Gebotstermin 01.07.2026 galten deshalb für alle Gebote der Höchstwert von 5,90 ct/kWh und das allgemeine Zuschlagsverfahren; der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert lag bei 4,79 ct/kWh. Hoch aufgeständerte Agri-PV (lichte Höhe mindestens 2,10 m) mit Zuschlag in den Jahren 2026 bis 2028 erhält auf den Zuschlagswert 0,5 ct/kWh Aufschlag (§ 38b Abs. 1 S. 2 EEG 2023 in der am 15.05.2024 geltenden Fassung, anwendbar nach § 101 Abs. 1 S. 2). Die Investment-Perspektive vertiefen die Beiträge zum Agri-PV-Freiflächen-Investment 2026 und zu Agri-PV Italien für Investoren.
| Regelung | Paragraph | Wert 2026 | Status |
|---|---|---|---|
| Anzulegender Wert bis 1 MW | § 48 Abs. 1 EEG 2023 | 6,59 ct/kWh (feste Verg. 6,19 ct nur bis 100 kW) | gültig für Inbetriebnahme 01.08.–31.12.2026 |
| Aufschlag hoch aufgeständerte Agri-PV | § 38b Abs. 1 S. 2 EEG 2023 a. F. | 0,5 ct/kWh auf den Zuschlagswert | nur mit Zuschlag 2026–2028 und lichter Höhe ab 2,10 m |
| Bonus besondere Solaranlagen (gesetzl. Wert) | § 48 Abs. 1b EEG 2023 | – | nicht anwendbar (EU-Beihilfevorbehalt, § 101) |
| Höchstwert Ausschreibung (Gebotstermin 01.07.2026) | § 37b Abs. 1 EEG 2023 | 5,90 ct/kWh | angewandt; Sonderhöchstwert § 37b Abs. 2 nicht anwendbar |
| Untersegment-Volumen 2026 | § 37d EEG 2023 | 1.200 MW (Gesetzestext) | nicht anwendbar (EU-Beihilfevorbehalt, § 101); allgemeines Zuschlagsverfahren § 32 |
| Deckel PV auf Landw.-Flächen | § 37 Abs. 4 EEG 2023 | 80 GW bis 2030 | gültig |
| Quellen: §§ 21, 32, 37, 37b, 37d, 38b, 48, 49, 53, 101 EEG 2023; Bundesnetzagentur (EEG-Fördersätze, Stand 21.09.2026; Gebotstermin 01.07.2026). | |||
Baurecht, Flächenstatus und Steuer
Die baurechtliche Privilegierung nach § 35 Abs. 1 Nr. 9 BauGB gilt für Agri-PV-Anlagen mit einer Grundfläche bis 2,5 Hektar im räumlich-funktionalen Zusammenhang mit einem landwirtschaftlichen Betrieb, eine Anlage je Hofstelle oder Betriebsstandort. Größere Projekte benötigen in der Regel einen Bebauungsplan; ausgenommen sind Flächen bis 200 m längs Autobahnen und zweigleisiger Schienenwege des übergeordneten Netzes (§ 35 Abs. 1 Nr. 8 lit. b BauGB). Die Flächenkulisse des EEG entscheidet nur über die Förderfähigkeit.
Steuerlich behandelt der Fiskus Agri-PV wie land- und forstwirtschaftliches Vermögen — mit Vorteilen bei Grund-, Erbschaft- und Grunderwerbsteuer. Für gewerbliche Betreiber ist zusätzlich der Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG relevant; wie der IAB mit der PV-Steuerbefreiung zusammenspielt, erläutert der Leitfaden zum Investitionsabzugsbetrag für Photovoltaik.
Was eine Agri-PV-Anlage kostet und welche Rendite realistisch ist
Wo ein Projekt in dieser Spanne liegt, hängt stark von der Bauform ab: Hoch aufgeständerte Kategorie-I-Anlagen liegen eher am oberen Rand. Höhere Unterkonstruktion, größere Modulabstände und teils Nachführung erklären den Aufschlag gegenüber der reinen Freiflächenanlage.
Für Flächeneigentümer ist die Pacht der zentrale Hebel. In unserem Portfolio lag sie für Agri-PV in Doppelnutzung 2024 bei 1.000 bis 3.500 Euro je Hektar und Jahr (Logic Energy / Firmengruppe Helm, Portfoliodaten 2024). Die vollständigen Pachtmodelle, Vertragsklauseln und den Ablauf zeigt die Seite zur Verpachtung von Flächen für Solarparks.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| CAPEX Agri-PV (0,5–2 MWp) | 900–1.700 €/kWp | Fraunhofer ISE |
| Rendite Agri-PV (typisch) | 7–8 % p. a. | Firmengruppe Helm, 2024 |
| Pacht Doppelnutzung (eigenes Portfolio) | 1.000–3.500 €/ha/Jahr | Logic Energy, Portfoliodaten 2024 |
| Mindestinvestition | ab 100.000 € Eigenkapital | Logic Energy |
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Welche Kulturen mit Agri-PV kompatibel sind
Am weitesten entwickelt ist Agri-PV bislang im Obst- und Weinbau sowie im Beerenanbau, wo die Module hochwertige Kulturen zusätzlich schützen. Der Ertragseffekt hängt von Kultur, Jahr und Bauform ab. In Heggelbach lag Sellerie 2018 um 12 Prozent über der Freilandreferenz (Fraunhofer ISE, 2019), Kartoffeln schwankten zwischen −20 Prozent im Normaljahr und +11 Prozent im Dürrejahr (Weselek et al. 2021). Für viele Betriebe wiegt die planbare Stromeinnahme leichte Ertragseinbußen auf.
| Kultur | Eignung | Empfohlene Kategorie | Ertragseffekt |
|---|---|---|---|
| Apfel, Beerenobst | sehr gut | Kat. I, lichtdurchlässig | Schutz > Ertragseinbuße |
| Hopfen | sehr gut | Kat. I, 7 m Höhe | stabil, Frostschutz |
| Wein | gut | Kat. I | Pilz- und UV-Schutz |
| Kartoffeln | gut | Kat. I / II | −20 bis +11 % |
| Winterweizen | akzeptabel | Kat. I / II | −19 bis +3 % |
| Kleegras / Grünland | sehr gut | Kat. I / Kat. II (vertikal) | Kleegras −8 bis −5 % unter hoch aufgeständerter Anlage (Heggelbach) |
| Mais / Sonnenblume / Soja | ungeeignet | – | zu hoher Lichtbedarf |
| Quelle: Weselek et al. 2021; Fraunhofer ISE 2019; Trommsdorff 2023; DIN SPEC 91434, Anhang. | |||
Sieben Synergien für die Landwirtschaft
Der stärkste agronomische Effekt zeigt sich in Extremjahren. Weil die Module die Verdunstung senken und die Bestandstemperatur dämpfen, fielen die Ertragseinbußen 2018 geringer aus als im Normaljahr — bei einzelnen Kulturen kippte der Effekt sogar ins Plus. Ein vorläufiges Einjahresergebnis der LfL-Demonstrationsanlage Grub zeigte bei Sommergerste bis zu 10 Prozent höhere Erträge (TFZ Straubing / LfL Bayern, April 2025).
So entsteht eine Win-win-Situation: Landwirtinnen und Landwirte sichern ihre Ernte und erzeugen zugleich PV-Strom — ein Beitrag zu Klimaschutz und Energiewende, der die Landnutzung optimiert und sich mit extensiver Pflege und Naturschutz unter den Modulen verbinden lässt.
Marktpotenzial in Deutschland und sieben Referenzanlagen
Sieben Referenzanlagen markieren die Entwicklung von der Pilot- zur Marktphase — von der Fraunhofer-ISE-Anlage Heggelbach (2016) bis zum vertikalen bifazialen Solarpark Löffingen mit 4,3 MWp (2024). Die Bandbreite reicht von 194 kWp über Mischfrucht bis zu Mehr-Megawatt-Anlagen über Grünland und Ackerbau mit Rinderhaltung.
| Projekt | Leistung | Technologie | Kultur | Inbetriebnahme |
|---|---|---|---|---|
| Heggelbach (BW) | 194 kWp | Kat. I, 5 m aufgeständert | Mischfrucht | 09/2016 |
| Eppelborn-Dirmingen (SL) | 2 MWp | Kat. II, vertikal bifazial | Grünland | 09/2018 |
| Donaueschingen-Aasen (BW) | 4,1 MWp | Kat. II, vertikal bifazial | Grünland | 07/2020 |
| Gelsdorf (RLP) | 258 kWp | Kat. I, lichtdurchlässig, Tracker | Apfel | 05/2021 |
| Kressbronn (BW) | 239 kWp | Kat. I, semitransparent 3,5 m | Apfel | 05/2022 |
| Neuhub, Hallertau (BY) | 978 kWp | Kat. I, 7 m | Hopfen | 04/2023 |
| Löffingen (BW) | 4,3 MWp | Kat. II, vertikal bifazial | Ackerbau + Grünland + Rinder | 11/2024 |
Agri-PV-Forschung und Modellregionen
Getragen wird diese Entwicklung von der Agri-PV-Forschung. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE errichtete mit der Forschungsanlage Heggelbach die erste große Pilotanlage in Deutschland; die Modellregion Agri-PV Baden-Württemberg testet an mehreren Standorten unterschiedliche Agri-PV-Systeme und Kulturen, und die LfL Bayern vergleicht an der Demonstrationsanlage Grub drei Systemtypen. Diese Forschung liefert die belastbaren Ertrags- und Flächennutzungsdaten, auf denen Planung und Wirtschaftlichkeit aufbauen.
Internationaler Vergleich: Japan, Frankreich, Italien
Eigene Förderregime treiben den Ausbau: Während Deutschland Agri-PV über das EEG und die Flächenprivilegierung steuert, arbeitet Italien mit einem direkten Kapitalzuschuss aus dem Dekret DM 436/2023. Für Kapitalanleger ist der italienische Markt daher gesondert interessant; Details, Förderhöhen und Fristen behandelt der Leitfaden zu Agri-PV Italien als Investment.
| Land | Leistung | Rahmen | Pacht / Förderung |
|---|---|---|---|
| Japan | 6.137 Genehmigungen, rund 1.360 ha Agrarfläche (Ende FY2023) | Agrarflächen-Genehmigung (MAFF) seit 2013 | – |
| Frankreich | über 200 bestehende oder genehmigte Anlagen im staatlichen Observatorium (11/2025) | Décret 2024-318 | – |
| Italien | 1.852,4 MW / 730 Projekte in der Förderrangliste (GSE, 07.08.2026) | PNRR / DM 436/2023 | bis 40 % Zuschuss + 20-J.-Tarif |
| Deutschland | keine amtliche Bestandszahl; Zuschläge für besondere Solaranlagen (Agri-, Moor-, Floating-PV) seit 2023 rund 1,2 GW (FA Wind und Solar, 07/2026) | DIN SPEC + EEG 2023 + BauGB | EEG: 6,59 ct/kWh anzulegender Wert bis 1 MW |
| Quellen: MAFF (Dezember 2025); Légifrance und Ministère de l’Économie (18.11.2025); GSE (Graduatoria 07.08.2026); Fachagentur Wind und Solar (07/2026); Bundesnetzagentur (Stand 21.09.2026). | |||
Grenzen und berechtigte Kritik an Agri-PV
Die höhere Unterkonstruktion und größere Modulabstände senken die installierbare Leistung je Hektar gegenüber der Freifläche und heben die spezifischen Kosten. Damit hängt die Wirtschaftlichkeit stärker vom Standort, der Kultur und der Förderzuteilung ab. Solange die beihilferechtliche Genehmigung für die Boni aussteht, bleibt ein Teil der Kalkulation mit Unsicherheit behaftet — ein Punkt, den seriöse Planung offenlegt.
Agri-PV 2026 bis 2030: EEG-Novelle, CfD und Solarpaket II
Für Investoren mit Blick auf die kommende CfD-Pflicht bündelt der Beitrag zur CfD-Pflicht 2027 für PV-Investoren die Folgen der Umstellung. Grundsätzliche Renditelogik, Laufzeiten und die Direktinvestment-Struktur behandelt der Leitfaden dazu, ob sich Photovoltaik als Kapitalanlage lohnt.
Warum Logic Energy für Ihre Agri-PV-Anlage
Alles aus einer Hand
Machbarkeit, Genehmigung, Planung, Bau (Logic Glas GmbH) und Betrieb in einer Gruppe — kein Schnittstellenrisiko.
DIN-SPEC-konforme Doppelnutzung
Anlagentechnik und Anbaukonzept aus einem Guss — die landwirtschaftliche Hauptnutzung nach DIN SPEC 91434 bleibt gesichert.
Persönliche Inhaberhaftung
Partner für Investitions- und Ertragsmodelle ist die mediplan Helm e.K. — persönliche Haftung nach §§ 1, 17, 19 HGB.
Drei Märkte, ein Team
Projekte in Deutschland, Italien und Spanien — Standort und Förderweg nach Ertrag und Rendite gewählt.
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FAQ
Was ist Agri-PV einfach erklärt?
Agri-PV ist eine Solaranlage, die eine landwirtschaftliche Fläche gleichzeitig für Stromerzeugung und Anbau nutzt. Die Module stehen aufgeständert über oder senkrecht zwischen den Kulturen, sodass Ernte und Solarstrom auf demselben Acker entstehen (DIN SPEC 91434:2021-05).
Wie viel Pacht bekommt ein Landwirt für Agri-PV?
In unserem Portfolio lag die Pacht für Agri-PV in Doppelnutzung 2024 bei 1.000 bis 3.500 Euro je Hektar und Jahr (Logic Energy / Firmengruppe Helm, Portfoliodaten 2024). Die genaue Höhe hängt von Standort, Netzanschluss und Bauform ab.
Wie hoch ist die EEG-Vergütung für Agri-PV 2026?
Anlagen bis 1 MW erhalten 6,59 ct/kWh anzulegenden Wert (Inbetriebnahme 01.08.–31.12.2026; § 48 Abs. 1 EEG 2023; Bundesnetzagentur, Stand 21.09.2026); die feste Einspeisevergütung von 6,19 ct/kWh gilt nur bis 100 kW. Ein Agri-PV-Bonus kommt mangels EU-Beihilfegenehmigung derzeit nicht hinzu (§ 48 Abs. 1b, § 101 EEG 2023). Größere Anlagen bieten in der Ausschreibung; beim Gebotstermin 01.07.2026 lag der Höchstwert bei 5,90 ct/kWh, der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert bei 4,79 ct/kWh. Hoch aufgeständerte Agri-PV mit Zuschlag erhält darauf 0,5 ct/kWh Aufschlag (§ 38b Abs. 1 S. 2 EEG 2023 a. F.). Diese Sätze gelten für Inbetriebnahmen bis 31.12.2026; für spätere Inbetriebnahmen sind noch keine Sätze publiziert.
Bleibt der Ackerstatus bei Agri-PV erhalten?
Ja. Bei normgerechter Agri-PV nach DIN SPEC 91434 bleibt die Fläche land- und forstwirtschaftliches Vermögen mit Grundsteuer A, und GAP-Direktzahlungen bleiben möglich, sofern die Fläche weiter mit üblichen Maschinen bearbeitet werden kann und die Anlage die nutzbare Fläche um höchstens 15 Prozent verringert (Ländererlasse 15.07.2022; § 12 GAPDZV).
Welche Kulturen eignen sich für Agri-PV?
Am besten schattentolerante Dauer- und Sonderkulturen: Apfel, Beeren, Hopfen und Wein profitieren durch Hagel- und Frostschutz, Grünland passt zu vertikalen Anlagen. Hochwüchsige, lichthungrige Kulturen wie Mais und Sonnenblumen eignen sich nicht (Weselek et al. 2021).
Was ist der Unterschied zwischen Kategorie I und Kategorie II?
Kategorie I sind hoch aufgeständerte Anlagen mit mindestens 2,10 Metern lichter Höhe und maximal 10 Prozent Flächenverlust. Kategorie II umfasst bodennahe und vertikale Anlagen mit maximal 15 Prozent Flächenverlust (DIN SPEC 91434:2021-05, Abschnitt 4).
Braucht Agri-PV einen Bebauungsplan?
Hofnahe Anlagen mit bis zu 2,5 Hektar Grundfläche (eine Anlage je Hofstelle) sind im Außenbereich privilegiert und benötigen keinen Bebauungsplan (§ 35 Abs. 1 Nr. 9 BauGB). Größere Projekte brauchen in der Regel einen Bebauungsplan, außer im 200-m-Streifen längs Autobahnen und zweigleisiger Schienenwege des übergeordneten Netzes (§ 35 Abs. 1 Nr. 8 lit. b BauGB); die EEG-Flächenkulisse regelt nur die Förderfähigkeit.
Quellen und Rechtsgrundlagen
DIN SPEC 91434:2021-05 — Agri-Photovoltaik, landwirtschaftliche Hauptnutzung
§ 38b EEG 2023 — Anzulegender Wert erstes Segment (Aufschlag Agri-PV a. F. über § 101 Abs. 1 S. 2)
§ 12 GAP-Direktzahlungen-Verordnung — Beihilfefähigkeit Agri-PV-Flächen
Bundesnetzagentur — Gebotstermin 1. Juli 2026 (Höchstwert, Anwendung Solarpaket I)
Bundesnetzagentur — EEG-Förderung und -Fördersätze (Stand 21.09.2026)
Trommsdorff et al. 2021, Renewable and Sustainable Energy Reviews
Firmengruppe Helm / Logic Energy — Portfoliodaten 2024 (Rendite, Pacht; interne Daten)
Ort
Logic Glas GmbH
Marke Logic Energy
Am Anger 1
96364 Marktrodach
Deutschland
Kontakt
Mail: info@logicenergy.de
Tel.: +49 9261 62620
Fax: +49 9261 626262
Vertragspartner für PV-Direktinvestments ist die mediplan Helm e.K. (eingetragener Kaufmann, persönliche Haftung nach §§ 1, 17, 19 HGB).
Für Landwirte:
Sind Sie bereit für Ihre Agri-PV Anlage?
Sie haben Acker- oder Grünland und möchten es doppelt nutzen? Mit Agri-PV kombinieren Sie Landwirtschaft und Stromerzeugung auf derselben Fläche. Mindestens 85% Ihrer Fläche bleiben weiterhin landwirtschaftlich nutzbar – gleichzeitig produzieren Sie sauberen Strom.
Ihre Vorteile:
Zusätzliche Einkommensquelle (Pacht oder Stromverkauf)
Schutz Ihrer Kulturen vor Extremwetter (Hagel, Starkregen, Trockenheit)
EU-Agrarförderung bleibt erhalten (Fläche gilt als landwirtschaftlich)
Reduzierter Bewässerungsbedarf durch Teilverschattung
Beitrag zu Klimaschutz und Energiewende
Zwei Möglichkeiten für Sie:
Option 1: Fläche verpachten Sie verpachten Ihre Fläche an uns für 20 Jahre. Wir investieren, bauen und betreiben die Anlage. Sie erhalten Pachteinnahmenund bewirtschaften Ihre Fläche weiter wie gewohnt.
Option 2: Selbst investieren Sie investieren selbst in die Anlage. Wir planen, bauen und betreiben sie für Sie. Sie erhalten die Einnahmen aus dem Stromverkauf (deutlich höher als Pacht, aber Kapitalbindung).
FÜR INVESTOREN:
Interessieren sie sich für eine Nachhaltige Investition? Kontaktieren Sie uns!
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Wirkung: saubere Energie UND nachhaltige Landwirtschaft. Wir organisieren die
Flächen und Pachtverträge mit Landwirten – Sie investieren in fertig geplante,
genehmigte Projekte.
Was Sie bekommen:
Ready-to-build Agri-PV-Projekte (bereits geplant und genehmigt)
Wechselrichter-Beteiligung ab 100.000 € oder ganze Anlagen
20-40 Jahre Laufzeit mit planbaren Erträgen aus Stromverkauf
Gesicherte Pachtverträge mit Landwirten (20+ Jahre Laufzeit)
Persönliche Inhaberhaftung (e.K.) – Vertrag mit mediplan Helm e.K.
Finanzierungsvermittlung: Auf Wunsch stellen wir den Kontakt zu unserer erfahrenen Hausbank her, die auf PV-Investments spezialisiert ist (typischerweise 20-30% Eigenkapital erforderlich)
Warum Agri-PV besonders attraktiv ist:
Doppelte gesellschaftliche Wirkung: Energie + Landwirtschaft kombiniert
Höhere politische Akzeptanz als reine Freiflächen-PV (wichtig für Genehmigungen)
Sehr stabile, langfristige Pachtverträge mit Landwirten
Steuerlich gestaltbar: Viele Investoren nutzen IAB (§7g EStG) oder Sonderabschreibungen
Mindestinvestment: 100.000 € (Wechselrichter-Beteiligung)